creole festival Konferenz

PANEL 1

Freitag, 10.11.17 | 11:00 – 12:30 Uhr

Die integrative Kraft der Musik

Interkultureller Austausch bzw. ein transkultureller Lebensstil sind in allen Bereichen unserer Gesellschaft gefragt und finden bewusst oder unbewusst vielfach statt.
Kann Musik einen Beitrag zur Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe verschiedener Communities und zur kulturellen Co-Creation leisten? Worin liegt ihre integrative Kraft? Welche musikalischen Projekte wirken integrativ und wie gestaltet sich ihre Arbeit im Spannungsfeld zwischen politischem Vorzeigeprojekt und innovativem künstlerischen Anspruch?
Dies sind die Fragen, die das Rahmenprogramm des diesjährigen creole festivals prägen. Ausgehend von der derzeitigen Diskussion zur Integration geflüchteter Menschen soll sich die Diskussion jedoch nicht darauf beschränken. Es geht um die Perspektive einer transkulturellen Gesellschaft in Deutschland im weitesten Sinne und um die Rolle, die Musik, ihre Förderung und musikalische Begegnungen dabei spielen.

Eröffnungsreferat: Prof. Christian Höppner – Generalsekretär des Deutschen Musikrates
Koreferat 1: Morena Piro – Projektleiterin des Studiengangs „musik.welt – Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung“ am Center for World Music Universität Hildesheim
Koreferat 2: Maher Farkouh, Projektleiter Welcomeboard Musikland Niedersachsen
Moderation: Ariane Spiekermann, Redhouse Agency, Berlin

12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause

PANEL 2

Freitag, 10.11.17 | 13:30 – 15:30 Uhr

Musik integriert …

Musik integriert Menschen, Stile und Weltanschauungen. In der Musik können wir einander (zu-)hören und uns kennenlernen. Musik kann verbinden und die Stimme derer stärken, die oft zu wenig gehört werden. Und ist Musik nicht der Ort und das Medium, wo kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede harmonisch ausgehandelt werden können?

In kreativen Schaffensprozessen von Musikgruppen stellen sich Fragen nach dem Eigenen und dem Fremden, nach Rollenverteilung, nach Zusammenklang und Mehrstimmigkeit. In diesem Panel stellen sich Musikprojekte vor, die einen integrativen Ansatz verfolgen, die Menschen und ihre musikalischen Stimmen stärken und die als Resultat einfach gute Musik hervorbringen.
Nach kurzen Projektpräsentationen wird im zweiten Teil eine Diskussion zu Chancen und Schwierigkeiten dieser Projekte folgen.

Musik integriert …
1 … Migrant*innen
Referat.: Anas Aboura – Migrant Politans: Diasporic Sounds, Oriental Karaoke, Kampnagel Hamburg
2 … durch Bildung
Referat.: Thomas Horrion – Stellv. Vorsitzender der Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal, Verantwortlicher für Jugendarbeit und Flüchtlingsprojekte
3 … und stärkt Frauen
Referat.: Cymin Samawatie – Sängerin der Band Cyminology, Komponistin, Gründerin des transkulturellen Orchesters Divan der Kontinente,
4 … religiöse Weltanschauungen
Ref.: Marcus Rust – Musiker Duo ZIA und Mohamad Fityan – Musiker

Moderation: Anna von Hammerstein, Doktorandin Kulturelle Musikwissenschaft Georg-August-Universität Göttingen

PANEL 3

Freitag, 10.11.17 | 16:00 – 17:30 Uhr

Creolische ZukunftsMusik

creole-Musik, Weltmusik, Global Pop – wie auch immer sie bezeichnet wird, diese Musik ist kreativ. In ihr werden Traditionen zu Trends und Trends zu Traditionen. Sie mischt, verbindet und schafft Neues. In ihrem bunten Gewebe begegnen und verändern sich verschiedene musikalische Stile. Und nicht zu vergessen: In ihr finden Menschen ihren künstlerischen Ausdruck, die schon lange nicht mehr nur an einem Ort zu Hause sind.

Kann creole-Musik als Erfolgsmodell für gelungene Integration stehen? Ist sie damit ein Beispiel für gemeinsame Entwicklung, in der alle Beteiligten voneinander profitieren, statt sich einseitig anzupassen? Oder ist sie doch nur eine Nische, in der sich ein ohnehin offenes und reflektiertes Musiker*innenvölkchen tummelt?
In diesem Panel wollen wir in einer Podiumsdiskussion der Frage nachgehen, ob creole-Musik Modellcharakter besitzt und wie sie damit Impulse für aktuelle gesellschaftspolitische Fragen liefern kann.

Außerdem wollen wir gemeinsam darüber sprechen, welche Rolle das creole festival in Zukunft spielen kann. Wie können wir creole-Musik zu einer stärkeren öffentlichen Präsenz verhelfen? Welche Ideen für zukünftige Projekte des creole festivals gibt es?

Podiumsdiskussion
Bernhard Hanneken – Künstlerischer Direktor des Rudolstadt Festival
Jamila Al-Yousef – Sängerin, Doktorandin der Kulturwissenschaften Universität Hildesheim, ehem. Projektkoordinatorin Welcomeboard Musikland Niedersachsen
Sarah Ungan – Head of Production WOMEX, Piranha Arts AG
Katrin Werlich – Verein Globale Musik aus Deutschland e. V.

Moderation: Rolf Graser – Leiter Forum der Kulturen Stuttgart e.V.

Zum Abschluss geben die Schauspielerin Karin Werner vom Ensemble Die Gorillas aus Berlin/Potsdam und der Schauspieler Raschid D. Sidgi aus Leipzig eine theaterimprovisatorische Zusammenfassung des Tages.

creole festival Brunch

Samstag, 11.11.17 | ab 11:00 Uhr

Brunch mit den Panelteilnehmer*innen, den creole-Künstler*innen, dem Festival-Team und allen interessierten Weltmusikfreund*innen

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