Creole Weltmusik-Wettbewerb 2014

8. Juli 2014 0 Von creole-admin

Der Bundesentscheid des Wettbewerbs 2014 fand in diesem Jahr im Rahmen des tff Rudolstadt statt. Vor jeweils ca. 1500 Menschen zeigten 13 Bands andrei Tagen, wie sich ihre „Musik der Welt“ anhört und versuchten das Publikum und die Jury zu überzeugen. In großer Übereinstimmung konnten sich die drei Jurymitglieder und das Publikum auf die folgenden
Gruppen als Sieger des Wettbewerbs in der Endausscheidung einigen:

Die Sieger 2014

Sedaa (creole – Nord)
Pulsar Trio (creole – Berlin/Brandenburg)
Kapelsky & Marina (creole – NRW)
Volxtanz (creole – Südwest)

Neben vielen exzellenten Darbietungen haben diese vier Preisträger in besonderer Weise den creolischen Gedanken in ihrem Repertoire umgesetzt.
In der Regel werden drei Bands zu Gewinnern der creole gekürt. Aufgrund der hervorragenden Qualität und durch den Publikumsentscheid kam es in diesem Jahr zu einem Patt zwischen zwei Bands. Die Jury entschied aus diesem Grund, dass ein Preis geteilt wird und es vier creole Gewinner geben sollte.
„Möge der Wettbewerb für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer inspirierend und motivierend gewesen sein und alle auf ihrem weiteren Weg mit positiver Energie begleiten und zur eigenen Exzellenz voranbringen“, beendete Jury-Mitglied Zaza Miminoshvilli seine Laudatio zur Siegerehrung. Für ihn sei in Anbetracht der 13 Konzerte der letzten drei Tage „creole ein Wettbewerb mit nur Gewinnern“.

Die Jury:
Kazım Çalışgan, selbst Musiker und Musikmanager, Gewinner des creole Wettbewerbs 2001 mit Baba Jam Band und Leiter des Katakomben-Theaters Essen.
Zaza Miminoshvilli, Mitbegründer und Gitarrist der Band „The Shin“, Gewinner des creole Wettbewerbs 2009.
Morena Piro, Koordinatorin des Studiengangs Kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung am Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim.

creole kann als das musikalische Spiegelbild Deutschlands im 21. Jahrhundert einer vielfältigen und multikulturellen Gesellschaft angesehen werden. Die Bundesrepublik ist nicht nur ein Einwanderungsland der Menschen, sondern auch ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Die Epoche der Monokulturalität und nationalstaatlichen Identität weicht immer mehr der Kultur der globalen Konvergenz. Medien, multinationale Konzerne, globale Handelsbeziehungen und Migration tragen ihren Teil dazu bei.

creole bietet ein wesentliches Forum, neue musikalische Ausdrucksformen, Synthesen, Synergien und
Einflüsse darzustellen und zu erleben.

Seit 2006 werden bei dem Global Music Contest die besten Bands der Republik gekürt. In bislang drei
erfolgreichen Runden haben über 500 Bands aus sieben Regionen ihren durch Migration und Kulturkontakt beeinflussten musikalischen Reichtum erklingen lassen. Wichtiger als das Gegeneinander ist das Zusammenkommen der Musiker und Bands unter dem Label des Contests, um sich kennen zu lernen und auch bekannt zu machen.

Der Contest dient dazu, die musikalische Sprache und Ausdrucksstärke, die performative Exzellenz der
antretenden Gruppen in den Vordergrund zu stellen und sie in ihrer Arbeit zu motivieren.

 

Foto: Silvia Hauptmann